Ameisen – Eine für alle, alle für eine

Ameisen – Eine für alle, alle für eine
Published: 04.01.2017
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Ihre Kolonien sind riesig, sie züchten Pilze, halten Vieh und verfügen über ein perfektes Straßennetz – Ameisen gehören zu den einfallsreichsten und vielseitigsten Lebewesen auf unserem Blauen Planeten.  Egal jedoch, was sie tun, sie handeln dabei immer nach dem Motto „Der Einzige ist nichts, die Gemeinschaft ist alles“ und praktizieren eine Arbeitsteilung, wie sie im Tierreich ihres Gleichen sucht. Als Superorganismus, durch das perfekte Zusammenspiel von Millionen von „Einzelbausteinen“, lösen sie selbst schwierigste Probleme wie Nestbau oder Futtersuche.  Dabei ist der Ameisenstaat eine Gemeinschaft ohne Führer, ein gigantisches Rudel ohne Leittier, das als übergeordnete Instanz vorgibt, was wann zu tun ist. „Interessant ist die Tatsache, dass Ameisen in einem dezentralen System leben. Es gibt keinen Chef oder Boss, und auch kein Hauptquartier in dem alle Informationen zusammenlaufen. Es gibt nur sehr lokal begrenzte Informationen“, beschreibt Jean Louis Denebourg von der Université Libre de Bruxelles in der Wissenschaftsendung „Nano“ das Leben im Ameisenstaat.  Der alltägliche „Kampf ums Dasein“ findet bei den Ameisen in einer ausgesprochenen Geruchswelt statt. Um an die Informationen aus der Umwelt zu gelangen und diese an andere Artgenossen weiterzugeben, haben sich die Ameisen fast ausschließlich auf die Kommunikation mit chemischen Signalen spezialisiert.  Ihre Autobahnen sind mit Duft markiert, Freund und Feind erkennen sie am Geruch und sogar das Fortpflanzungsmonopol der Königinnen beruht auf einem besonderen Chemiecocktail. Dies alles haben Ameisenforscher in den letzten Jahren und Jahrzehnten herausgefunden. Doch auch wenn sich das Leben der Ameisen heute längst nicht mehr völlig im Verborgenen abspielt, geben die „Krabbeltiere“ den Wissenschaftlern noch immer eine Menge Rätsel auf...

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