Funktional Food – Fitmacher oder Mogelpackung?

Funktional Food – Fitmacher oder Mogelpackung?
Publiziert am: 02.11.2016
Preis: 3,49 Euro
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Brot mit Omega-3-Fettsäuren, Joghurt mit probiotischen Kulturen, Margarine mit Phytosterinen, Fitnessdrinks mit ACE – immer mehr Lebensmittel sind heute nicht nur Nahrung, sondern gleichzeitig auch "Gesundmacher". Essen um satt zu werden reicht längst nicht mehr aus. Der Trend der Zukunft heißt: Essen als Medizin.  Frei nach dem Motto des Hippokrates: „Lass Nahrung Deine Medizin sein und Medizin Deine Nahrung“ scheint der Einkauf im Supermarkt den Gang in die Apotheke heute fast schon zu ersetzen. Zusätze von Vitaminen, Spurenelementen oder Enzymen in immer mehr Lebensmitteln halten uns gesund, fit und jung – das verspricht jedenfalls die Werbung.  Eine Vielzahl von maßgeschneiderten „funktionellen Lebensmitteln“ sollen den gestressten Menschen von heute mit all dem versorgen, was er tatsächlich oder vermeintlich mit der Nahrung nicht ausreichend bekommt. Und nicht nur das: Die Zusätze machen, so die Versprechungen der Branche, zudem noch schlank, stärken die Abwehrkräfte, senken den Cholesterinspiegel oder wirken sogar gegen Krebs. Wer will da schon Nein sagen? Denn die Menschen in den Industrieländern werden immer älter, aber auch immer kränker: Niemals zuvor gab es so viele Übergewichtige, Diabetiker oder Herz-Kreislaufkranke. Und ein Großteil dieser Krankheiten geht auf das Konto unserer Ernährung: Experten schätzen, dass mehr als ein Drittel aller Gefäßkrankheiten, ein Viertel aller Diabetesfälle und sogar bis zu 35 Prozent aller Krebserkrankungen durch richtige Ernährung vermeidbar wären. Angesichts der leeren Kassen im Gesundheitswesen häufen sich daher Bemühungen und Appelle um gesunde Ernährung. Doch genau hier liegt das Problem: Zwar finden sich Milchsäurebakterien, Omega-3-Fettsäuren, Folsäure oder Vitamin C auch in vielen herkömmlichen Lebensmitteln, wie Joghurt, Gemüsen, Obst oder frischem Fisch, aber wer hat schon die Zeit, alles immer frisch einzukaufen und zuzubereiten? Im Zeitalter von Fastfood und Mikrowelle muss es schnell und einfach gehen. Der kleine Bissen zwischendurch ist Trumpf, für langes Kochen bleibt im Berufsalltag meist ohnehin keine Zeit.  Hier setzen die neuen „Nutraceuticals“ an: Sie versetzen Limonaden, Joghurt oder Süßigkeiten mit den entsprechenden Zusätzen und der Verbraucher kann so gesund genießen, ohne seine Ernährung umstellen zu müssen. Praktisch - vor allem auch für die Lebensmittelproduzenten: Während die restliche Branche eher kränkelt, verzeichnen die Hersteller von funktionellen Lebensmitteln zweistellige Wachstumsraten. Schon heute ist jeder sechste Joghurt probiotisch und ACE-Drinks vervielfachten ihren Umsatz in Deutschland zwischen 1996 und 2002 von neun auf 226 Millionen Liter.  Das Geschäft mit den Gesundmachern boomt. Auch die Wissenschaft ist längst auf diesen Zug aufgesprungen. In Deutschland allerdings mit erheblicher Verspätung gegenüber Japan und den USA. Inzwischen existiert an der Universität Hannover jedoch sogar ein „Kompetenzzentrum Functional Food“, das die Arbeit von Forschungseinrichtungen und Unternehmen in diesem Bereich koordinieren und fördern soll. Doch was ist dran an den Versprechungen? Sind die funktionellen Lebensmittel wirklich „Genuß ohne Reue“? Oder gibt es Risiken und Nebenwirkungen, von denen auch der Apotheker nichts weiß? Welche Zusätze sind sinnvoll, welche nicht?

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